Mariä Himmelfahrt Baienfurt

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© 2016 - Katholische Kirche Baienfurt - Baindt
Dass in Oberschwaben nicht nur wunderbare Barockbauten, sondern auch hervorragende Beispiele ganz anderer Kunststile zu finden sind, zeigt die katholische Pfarrkirche in Baienfurt. Die Kirche wurde 1927/28 vom Stuttgarter Architekten Otto Linder im expressionistischen Stil geplant und gebaut. Dabei bediente er sich einer damals neuen, bahnbrechenden Bautechnik, dem Stahlbeton in Skelettbauweise. Charakteristisch sind die Parabelbögen in den Seitengängen, an der Eingangshalle und besonders im weitgespannten Gewölbe über dem Kirchenschiff. Der Innenraum wurde vom Maler Alois Schenk, Schwäbisch Gmünd gestaltet. Ein dunkles Blau dominiert das Kirchenschiff. Der Farbauftrag ist nicht einfach deckend, sondern getupft, sodass der Grundton des rauen Putzes immer wieder durchscheint. Die Gewölbezone kann als Himmel gedeutet werden. Das Blau des Schiffes steigert sich im Chorbogen und im Chor zum Blauviolett und findet seinen Abschluss im strahlenden Gelb der Chorwand und im leuchtenden Gold des Choraltars. Die Bilder müssen künstlerisch und inhaltlich zusammen gesehen werden. Mariä Himmelfahrt in der Mitte der zwölf Apostel, Darbringung der Krone für die Marienkrönung und die Verehrung der Hl. Dreifaltigkeit. Der 1999 neu hinzugekommene Volksaltar ist eines der ganz wenigen Beispiele für eine wirklich gelungene Verbindung von historisch gewachsener und künstlerisch bedeutsamer Bausubstanz mit der liturgischen Erneuerung, angestoßen durch das II. Vatikanische Konzil.
Katholische Kirche Mariä Himmelfahrt
Kapelle St. Petrus und Paulus Köpfingen
Direkt an der Straße von Baienfurt nach Unterankenreute befindet sich die im Jahre 1851 neu erbaute Wegkapelle in Köpfingen. Ihre Weihe erfolgte am 28. Januar 1852 durch Pfarrer Frick. Der Innenraum zeigt sich in einer zurückhaltenden Farbgebung, die im Zuge der Renovation 1994 entwickelt wurde. Das Altarbild mit der Darstellung der Schmerzhaften Mutter (Mater Dolorosa) stammt aus dem Kriegsjahr 1916 und ist mit Fr. Briegel, aus Weingarten signiert. Das Gemälde wird flankiert  von barocken Statuen der Apostel Petrus und Paulus. Im Altarsockel sind verschiedene Reliquienschreine angebracht.
Kapelle St. Blasius Briach
Östlich von Baienfurt liegt der Ortsteil Briach. Hier steht etwas versteckt eine Kapelle, deren Geschichte weit zurückreicht. 1278 wird die Briacher Kapelle urkundlich erwähnt. Im Chorbereich sind noch Reste des romanischen Mauerwerks vorhanden. Ihr heutiges Aussehen erhielt sie allerdings erst um 1700, als sie nach Westen verlängert wurde. Der Innenraum zeichnet sich durch mehrere sehenswerte Ausstattungsstücke aus. Der frühbarocke Hochaltar stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Altarblatt zeigt den Hl. Blasius, flankiert von der Hl. Agata und dem Hl. Blasius. An der nördlichen Chorwand befindet sich eine spätromanische sitzfigur, ebenfalls ein Bildnis des Hl. Blasius. Er war der Hausheilige des mächtigen Adelsgeschlechts der Welfen mit Stammsitz in Weingarten. Die Zugehörigkeit zu Weingarten wird noch heute in der Turmspitze mit der Darstellung der Heiligblutreliquie des Klosters sichtbar. Den Dachfirst über der Sakristei ziert eine aus Blech geschnittene Flachfigur des Hl. Blasius. In der Kapelle liegt ein neu gestalteter Kapellenführer aus, der umfassend über die Kapelle und die Ortsgeschichte informiert.
Marienkapelle Binningen
In Binningen steht eine offene Kapelle am Prozessionsweg des Blutritts. Sie ist die jüngste der Baienfurter Kapellen und wurde aufgrund eines Gelübdes gestiftet. Leider erlebte der Stifter die Einweihungseiner Kapelle am Sonntag vor Blutfreitag 1985 nicht mehr. Aber sein Namenspatron, der hl. Matthias, erinnert in der Kapelle an ihn. Die Figuren des Gekreuzigten, der Mutter Maria mit Kind und des Hl. Josef sind Südtiroler Arbeiten und wurden noch vom Stifter in Auftrag gegeben. Die Kapelle ist heute im Eigentum einer Kapellengemeinschaft. Jeweils am Sonntag vor dem Blutritt findet abends eine feierliche Maiandacht bei der Kapelle statt. Viele Wanderer halten hier inne, um zu beten oder einfach nur den Kapellenschmuck zu bewundern.
Hof-Kapelle
Im Einmündungsbereich des kleinen Teilorts Hof, bekannt durch das gegenüberliegende „Hoftheater“ steht die kleine Wegkapelle. 1891/92 wurde die Kapelle vom Besitzer des Hofguts als „Hof-Kapelle“ errichtet. Um 1950 bekam sie ihr heutiges Aussehen. Über dem gemauerten Altar erhebt sich ein beeindruckendes Kruzifix. Die Kapelle befindet sich noch heute in Privatbesitz. Die steinerne Tafel mit der Darstellung der Heilig-Blut-Reliquie über dem Eingang erinnert daran, dass alljährlich beim Blutritt hier die dritte Station gehalten, wird. Dabei wird das Evangelium verkündet und der Segen den vielen hier versammelten Gläubigen mit der Reliquie gespendet.
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