St. Johannes Baptist Baindt

Die ehemalige Zisterzienserinnen-Klosterkirche, heute katholische Pfarrkirche wurde um 1250 erbaut. Die Altarweihe erfolgte bereits am 3. Januar 1241 durch den Konstanzer Bischof Heinrich von Tanne, einem Verwandten des Schenken Konrad von Winterstetten, dem Stifter des Klosters und der Kirche. Die große dreischiffige Pfeilerbasilika mit ihrem westseitigen Dachreiter mit barocker Zwiebelhaube erfuhr bis in die Gegenwart viele Veränderungen. So wurde 1560 die romanische Holzdecke durch ein spätgotisches Tonnengewölbe mit den Wappen der Äbtissinnen ersetzt. 1764-66 erfolgte der Einbau des barocken Altars durch Georg Dir von Mimmenhausen/Salem, einem Schüler Joseph Feuchtmayers. Das Deckengemälde stammt aus derselben Zeit von Martin Kuen aus Weißenhorn.
Katholische Kirche St. Johannes Baptist
In den modernen Seitenaltären ruhen die Gebeine des Hl. Donatus und des Hl. Bonifatius. Sie stammen aus der Calixtuskatakombe in Rom und wurden zum 500-jährigen Jubiläum des Klosters nach Baindt überführt. Die barocke „Einkleidung“ ist eine Klosterarbeit der Baindter Chorfrauen. Sie benötigten dafür zwei Jahre. 1989 wurde eine Altarinsel im Mittelschiff mit Altar und Ambo des Stimpfacher Bildhauers Rudolf Kurz (*1952) errichtet, um das Liturgieverständnis des II. Vatikanischen Konzils auch in Baindt umzusetzen. Besonders eindrucksvoll ist das gotische “Baindter Pestkreuz“ um 1349 an der Stirnwand des Nordschiffs. Außerdem ist im Nordschiff ein detailgetreues Modell der ursprünglichen Klosteranlage aufgestellt. Für einen intensiven Rundgang in der Kirche empfiehlt sich der in der Kirche aufliegenden Klosterführer.
Dreifaltigkeitskapelle Schachen
Mitten   im   Baindter   Teilort   Schachen   steht   heute   die   Dreifaltigkeitskapelle.   Ursprünglich   stand   sie   an   der   Verbindungsstraße   von   Baindt nach   Baienfurt   auf   Höhe   des   Abzweigs   nach   Schachen.   1821   schenkten   die   neuen   Besitzer   des   aufgehobenen   Klosters   in   Baindt,   die fürstliche   Familie   von   Salm   Reifferscheid-Dyck   den   Anwohnern   in   Schachen   die   Kapelle,   welche   selbe   abgebrochen   und   mitten   im   Ort wieder   aufgebaut   haben.   Heute   ist   sie   im   Eigentum   der   1993   gegründeten   Kapellengemeinschaft   Schachen.   Die   kleine   Kapelle   beherbergt eine   bemerkenswerte   Ausstattung   aus   ganz   unterschiedlichen   Epochen.   Sie   stammen   zu   einem   großen   Teil   aus   ehemaligem   Klosterbesitz. Sehenswert   sind   der   frühklassizistische   Altar   von   1777   (die   Inschrift,   eine   Übertragung   von   1821,   gibt   fälschlicherweise   1797   an)   mit   dem Bild   der   Krönung   Mariens   (um   1750),   eine   Anna   Selbdritt   (Mutter   Anna   mit   ihrer   Tochter   Maria   und   dem   Jesuskind,   um   1500)   und   eine   alte Votivtafel   von   1655.   Die   Ölgemälde   mit   der   Darstellung   einer   Maria   Magdalena,   des   Apostels   Petrus,   des   Salvator   Mundi   (Erlöser   der   Welt), der    Gottesmutter    und    einer    Pietà    aus    den    Jahren    1842    und    1855    stammen    von    Josef    Sohn    (1819    -1882),    dem    letzten    Spross    der Kümmerazhofer Figurenmacherfamilie. Einmal im Monat, jeweils an einem Mittwoch, ist um 19.00 Uhr Gottesdienst in der Kapelle.
Kapelle St. Wendelin Sulpach
Mitten   im   Ort   Sulpach   steht   eine   Kapelle,   welche   dem   Viehpatron   St.   Wendelin   geweiht   ist.   Sie   geht   auf   ein   Gelöbnis   von   1755   anlässlich einer    Viehseuche    zurück.    1760    konnte    die    Kapelle    durch    Weihbischof    Franz    Carl    Josef    Fugger    aus    Konstanz    eingeweiht    werden.    Im Zentrum   des   Altars   befindet   sich   das   Gnadenbild   „Unserer   Lieben   Frau   von   der   immerwährenden   Hilfe“,   gemalt   von   Edm.[mund]   Jäger, Ravensburg,   1910,      eine   weltbekannte   Mariendarstellung.   Das   Original   aus   dem   14.   Jahrhundert   stammt   vermutlich   von   der   Insel   Kreta (Kretische   Schule).   Die   Ikone   misst   41,5   x   53   cm   und   ist   auf   Nussbaumholz   gemalt.   Nach   wechselnden   Standorten   wurde   es   1867   von Papst   Pius   IX.   dem   Redemptoristenorden   für   seine   römische   Kirche   Sant’   Alfonso   anvertraut,   wo   es   seither   den   Hochaltar   schmückt.   Die Redemptoristen   trugen   durch   ihre   volksmissionarische   Tätigkeit   entscheidend   zur   Verbreitung   des   Bildes   bei.   In   Deutschland   wurde dieses   Gnadenbild   u.   a.   durch   Wilhelm   Emmanuel   von   Ketteler   bekannt   gemacht,   der   es   vom   Ersten   Vatikanischen   Konzil   aus   Rom mitbrachte    und    als    Kopie    auf    seinem    Grab    in    Mainz    aufstellen    ließ.    Die    Gottesmutter    trägt    ein    rotes    Unter-    und    ein    dunkelblaues Obergewand   mit   einem   Stern   auf   dem   Kopfschleier.   Auf   dem   linken   Arm   trägt   sie   das   in   Grün   und   Gold   gekleidete   Jesuskind.   Das   Kind wird   von   der   linken   Hand   der   Mutter   gehalten   und   greift   mit   beiden   Händen   nach   ihrer   rechten.   Sein   Kopf   ist   jedoch   abgewandt,   und   der Blick   geht   zu   dem   Kreuz   hinüber,   das   der   Erzengel   Gabriel   herbeiträgt.   Wie   durch   eine   Bewegung   vorahnenden   Erschreckens   hat   sich   von dem   einen   Fuß   seine   Sandale   gelöst   und   fällt   zu   Boden.   Die   übrige   Ausstattung   der   Kapelle   stammt   fast   ausnahmslos   aus   der   zweiten Hälfte   des   19.   Jahrhunderts.   Die   Kapelle   befindet   sich   seit   1991   im   Eigentum   einer   eigens   dafür   gegründeten   Kapellengemeinschaft. Einmal im Monat, jeweils an einem Mittwoch um 19.00 Uhr, ist Gottesdienst in der Kapelle.
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